Zuerst einer, dann neun

Die Baufirma Moratti & Söhne AG setzt neu auf die Löwenmarke und nimmt innerhalb von kurzer Zeit acht Fahrzeuge in Betrieb

Dass Fahrzeuge in grösseren Tranchen ausgetauscht werden, ist in der Transportbranche keine Seltenheit. Dass beinahe die komplette Flotte einer mittelständischen Baufirma mit ganz unterschiedlichen Chassis-Konfigurationen und Aufbauten ersetzt wird und das noch in Verbindung mit einem Markenwechsel, dürfte hingegen nicht ganz alltäglich sein. So geschehen ist es aber bei der Firma Moratti & Söhne AG in Saanen. Die Firma ist im Hoch-, Tief- und Strassenbau tätig, betreibt eigene Kies-/Betonwerke und beschäftigt 90 Mitarbeiter.

Angefangen hat alles mit einem MAN TGS 18.400 mit Welaki-Aufbau, der 2015 zur Bewältigung von Arbeitsspitzen gekauft wurde. 2017 startete die Moratti & Söhne AG ein internes Projekt zur Erneuerung ihrer Transportfahrzeugflotte. Hierfür wurde eine Liste mit den betrieblichen Bedürfnissen erstellt und an Anbieter von Baulastwagen geschickt. Das Gesamtangebot des MAN-Partners Garage Barras SA aus Bulle vermochte von Anfang an zu überzeugen. Einerseits wegen den Eigenschaften der MAN-Fahrzeuge, die beispielsweise mit kompakten Längenmasse und kurzen Radstände bei den 5-Achsern, einfachem Handling und hohem Fahrkomfort Pluspunkte für sich verbuchen konnten. Andererseits dank den professionellen und sauber auf die Grundfahrzeuge abgestimmten Aufbauempfehlungen, bei welchen im Sinne eines einfachen Handlings auch auf eine „einheitliche Linie“ geachtet wurde. Geschätzt wurden überdies die Übersichtlichkeit des Angebotes und die transparente Preisgestaltung.

Im Herbst 2017 erfolgte dann die Bestellung von acht MAN-Neufahrzeugen mitsamt Aufbauten, ausgeliefert wurden die sieben TGS und der TGE gestaffelt zwischen den Frühjahren 2018 und 2019. „Von der Angebotsphase über die Bereitstellung bis zur Auslieferung hat alles bestens geklappt und dieses Beschaffungsprojekt kann deshalb als Beispiel für gute Zusammenarbeit zwischen uns als Kunde und den Lieferanten von Fahrzeugen und Aufbauten bezeichnet werden“, resümiert Marcel Moratti.

Die moderne und umweltfreundliche Transportflotte von Moratti & Söhne AG beinhaltet damit folgende MAN-Fahrzeuge:

1 MAN TGS 44.500 10×4 mit 2-Seiten-Kipper
1 MAN TGS 44.500 10×4 mit Wechselsystem für Hakenlift / 2-Seiten-Kipper / Fahrmischer
2 MAN TGS 35.500 8×4 mit Wechselsystem für Hakenlift / 2-Seiten-Kipper / Fahrmischer
1 MAN TGS 35.500 8×4 mit 2-Seiten-Kipper (fester Aufbau)
1 MAN TGS 35.460 8×4 mit Fahrmischer (fester Aufbau)
1 MAN TGS 28.500 6×4-2 mit Wechselsystem für Sattelkupplung / Kipper und Aufbaukran / Betonsilo
1 MAN TGS 18.400 4×2 mit Welaki-Aufbau
1 MAN TGE 3.140 4×2 mit Doppelkabine und Kippbrücke
„Heavy Metal“ mit insgesamt 29 Achsen und 3460 PS: Die sieben neuen MAN TGS.

Immer vorne dabei im Transportgeschäft

Im Sommer 2019 wurden fünf MAN-Sattelzugmaschinen TGX 18.470 XLX an die Stella Brandenberger Transporte AG ausgeliefert, die ersten in der Schweiz mit EURO-6d-Motortechnik.

Sie gehören einfach zum Bild auf Schweizer Strassen, die roten MAN-Zugmaschinen mit grauem Brandenberger-Schriftzug in der Front, Stella-Stern oberhalb der Sonnenblende und Überseecontainern im Heck. Bei einem reinrassigen MAN-Fuhrpark mit 65 schweren Zugmaschinen sowie über 140 Containerchassis, Aufliegern und Anhängern ist das auch nicht verwunderlich.

Der Transport von Überseecontainer stellt heute das Kerngeschäft der Stella Brandenberger Transporte AG dar. Der Firmengründer stieg bereits Mitte der 1960er-Jahre in diese Nische ein, ab 1977 begann man als Pionier in der Schweiz die Infrastruktur komplett auf diesen Transportzweig auszurichten. Damit konnte sich die Firma frühzeitig fundiertes Know-How aufbauen und eine starke Marktposition sichern. Das KMU-Familienunternehmen mit rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet aber noch weitere Logistikdienstleistungen an. Hierzu zählen Werksverkehre bei Drittfirmen im Grossraum Basel, für welche kundenspezifisch ausgerüstete Nutzfahrzeuge mitsamt speziell geschultem Personal langfristig zur Verfügung gestellt werden; oder die Vermietung von Büroräumen und Lagerflächen, darunter hochwertige Flächen für GDP-Pharmaprodukte. Das eigene Logistikgebäude in Pratteln (BL) bietet hierfür dank seiner Lage vor den Toren Basels und mit über 13‘000 m2 Gesamtfläche sehr gute Voraussetzungen. Darin integriert ist auch die modern eingerichtete und in eigener Regie betriebene MAN-Nutzfahrzeuggarage, in welcher der gesamte Fuhrpark gewartet wird.

Den Kunden nachhaltige Transportlösungen anbieten zu können war und ist bei der Stella Brandenberger Transporte AG eine wichtige Zielsetzung. Aus diesem Grund wurde immer früh in umweltfreundliche Fahrzeuge investiert, was dazu führte, dass „Technologie-Primeure“ ihre Schweizer-Debuts oft in Pratteln hatten. Das wird mit den fünf neuen MAN TGX 18.470 XLX erneut unter Beweis gestellt, handelt es sich doch um die ersten in der Schweiz ausgelieferten und immatrikulierten MANs mit Euro-6d-Motorentechnologie. Dank neu gestalteten Brennräumen, höheren Verdichtungsverhältnissen, verbesserter Abgasrückführung, vereinfachtem Kühlsystem, optimiertem Druckluftkompressor, variabler Kühlmittelpumpe und effizienteren Antrieben für die Motornebenaggregate lassen sich Verbräuche und CO2-Emissionen weiter senken. Mit den 30 MAN-Neufahrzeugen, die seit Januar 2017 angeschafft wurden, erfüllt nahezu die halbe Brandenberger-Flotte die strengen Abgasnormen Euro 6c und 6d. Werden alle Fahrzeuge berücksichtigt, welche der Euro-6-Gesamtnorm entsprechen (6a bis 6d), liegt der Anteil sogar bei 90%.

Bleibt noch die spannende Frage, weshalb die Stella Brandenberger Transporte AG seit Jahrzehnten ausschliesslich auf Lastwagen aus dem Hause MAN setzt. CEO Marco Brandenberger antwortet hierzu: „Es ist das stimmige Gesamtpaket aus modernen, ausgereiften Fahrzeugen und Top-Dienstleistungen unseres MAN-Partners ALFAG Egerkingen AG, dank welchem wir im täglichen Verkehr wirtschaftlich, ökologisch, zuverlässig und sicher unterwegs sind“!

Brandenberger-Geschäftsleitung vor den fünf neuen MAN TGX 18.470 XLX: Edy Brandenberger, Marc Kramer, Marco Brandenberger und Renato Brandenberger.

MAN seit über 50 Jahren

Der Grundstein für die heutige Stella Brandenberger Transporte AG wurde 1953 gelegt, als Eduard Brandenberger Senior einen Lastwagen für den Transport von Gasflaschen erwarb. In den 1960er-Jahren wagte er zusammen mit seiner Frau, deren Vorname Stella traditionellerweise heute noch Teil der Firmenbezeichnung ist, den Einstieg ins Containertransportgeschäft. Mit einem MAN Diesel 10.215, der in Eigenregie vom klassischen Stückgut- zum Containerfahrzeug umgebaut wurde, kam der erste Vertreter der langjährigen Stammmarke in den Fuhrpark. Bevor Mitte der 1970er-Jahre komplett auf MAN umgeschwenkt wurde, zogen noch zwei Büssing-Motorwagen mit Unterflurmotor in das Unternehmen ein. In den Folgejahren konnte das Geschäft dank innovativen Logistikdienstleistungen stetig ausgebaut und damit die Anzahl der Fahrzeuge erhöht werden. Auf Grund der jahrzehntelangen Markentreue dürften von jeder seit 1985 vorgestellten schweren MAN-Baureihe jeweils mehrere Fahrzeuge ihren Dienst in der Brandenberger-Flotte verrichtet haben. Und immer wieder war es das Basler Traditionsunternehmen mit den roten LKWs, welches die ersten Vertreter von neuen MAN-Baureihen in der Schweiz in Betrieb nahm, beispielweise beim F8, F90, F2000 oder beim TGX der ersten Euro-6-Generation.

Aufnahme aus dem Jahre 1988 mit einem Teil der aus MAN F8 und F90 bestehenden Fahrzeugflotte. Im Jahr 1994 wurden die ersten, damals sehr modernen MAN F2000 in Betrieb genommen.

Zehn auf einen Streich

Der grösste Autovermieter in Europa, Sixt rent-a-car, setzt bei leichten Nutzfahrzeugen in der Schweizer Flotte neu auf MAN und nimmt gleich zehn neue Kastenwagen TGE 3.140 in Betrieb.

Die Fahrzeugflotte der Schweizer Tochtergesellschaft Sixt rent-a-car AG mit Sitz in Basel umfasst über 3‘000 Fahrzeuge. Darunter befinden sich rund 180 leichte Nutzfahrzeuge. An Werktagen werden diese flinken Flitzer mit Kastenaufbau oder Kofferaufbau/Hebebühne oft von Firmen als „Spitzenbrecher“ eingemietet, an Wochenenden werden sie eher von Privatpersonen für Umzüge eingesetzt. Mit zehn in den vergangenen Wochen ausgelieferten Kastenwagen TGE 3.140 konnte sich MAN neu einen Platz in der Sixt-Nutzfahrzeugflotte erobern.

Fünf davon sind mit Allradantrieb und manuellem Getriebe ausgestattet, die anderen mit Frontantrieb und Automatikgetriebe. Mit dieser Aufteilung wird den unterschiedlichen Kundenbedürfnissen Rechnung getragen. „Kunden, welche insbesondere im Winter Allradfahrzeuge mieten, um auch unter schwierigen Strassenbedingungen flott voranzukommen, bevorzugen in der Regel manuelle Schaltgetriebe; für den Einsatz bei normalen Verhältnissen entscheiden sich die Kunden hingegen eher für Fahrzeuge mit Automatikgetriebe“, sagt Christoph Beisheim, Schweiz-Geschäftsführer von Sixt.

Allen zehn TGE’s gemeinsam ist die umfangreiche Komfort- und Sicherheitsausstattung: Mit Notbremsassistent, elektronischem Stabilitätsprogramm ESP, Einparkhilfe vorne und hinten inklusive Flankenschutz und Berganfahrassistent stehen nützliche Helfer sowohl für routinierte als auch für weniger routinierte Fahrer zur Verfügung. Erhöht wird der Kundennutzen mit heckseitiger Trittstufe über die ganze Fahrzeugbreite, Heckflügeltüren mit 270° Öffnungswinkel, Holzboden im Laderaum, seitlicher Innenverkleidung mit Sperrholz sowie integrierten Vorrichtungen für die Ladungssicherung.

Dass es bei MAN zahlreiche Ausstattungsoptionen – vom Allradantrieb mit bedarfsgerechter automatischer Zuschaltung über verschiedene Assistenzsysteme bis zur Klimaanlage – ab Werk gibt, hat den Entscheid zu Gunsten der TGE‘s nach Aussage von Christoph Beisheim wesentlich beeinflusst. „Dies führt einerseits zu einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis bei den Neufahrzeugen, andererseits lassen sich mit attraktiv ausgestatteten Fahrzeugen hohe Wiederverkaufswerte erzielen, wenn diese nach 12 bis 18 Monaten ersetzt werden“, verrät er.

Da Sixt grossen Wert auf langfristige Lieferantenbeziehungen legt und die Fahrzeuge immer in grösseren Tranchen beschafft, entscheiden neben Technik und Preis aber noch ganz andere Faktoren über die Fahrzeugwahl. Mit den dahinterstehenden Lieferanten soll einerseits eine partnerschaftliche Zusammenarbeit aufgebaut werden können, andererseits müssen diese über ausreichenden Verkaufs- und Servicekapazitäten verfügen, um auch grössere Tranchen an Mietfahrzeugen termingerecht bereitstellen, ausliefern und warten zu können. Anforderungen, welche MAN Truck & Bus Schweiz AG als langjähriger Player im Nutzfahrzeuggeschäft problemlos erfüllen konnte.

Freudige Gesichter bei der offiziellen Übergabe der MAN-TGE an Sixt rent-a-car AG in der Schweiz: Christoph Beisheim, Managing Director bei Sixt (rechts) und Ronald Ziegler von MAN Truck & Bus Schweiz AG.
Die zweite 5er-Tranche steht zur Auslieferung an die Mietstationen bereit.

Zu MAN in der Schweiz

Der TGE wird im aktuell modernsten Transporter-Werk in Polen nach den neuesten VW Konzern Qualitätskriterien gebaut. Die umfangreiche Serienausstattung mit den «State of the Art»-Sicherheits- und Komfortausstattungen schafft ein „rundum sicheres Wohlfühl-Paket“.

MAN ist mit dem TGE im 2. vollen Verkaufsjahr sehr erfolgreich unterwegs; jetzt mit Komplettangebot und neu auch mit Sattelzugmaschinen und Busvarianten. Mit einem Anteil von über 60% ist MAN bereits der Leader bei den 4X4 Fahrzeugen – MAN schafft Sicherheit!

Mit seinen „Truck-proof“ After-Sales-Dienstleistungen setzt das MAN Vertriebsnetz Massstäbe im Segment der 3.5t-Klasse. Die Servicepartner sind sehr nah bei ihren Kunden und können sehr individuell auf deren Bedürfnisse eingehen.

MAN will wachsen in der Schweiz und sucht deshalb noch zusätzliche MAN TGE Vertriebs-/ und Service-Standorte.