Robust und stark für die steinige Fracht

Die Kalkfabrik Netstal GL hat einen neuen MAN im Fuhrpark. Der Fünfachser transportiert schwere Fracht und ist dafür in der ganzen Schweiz unterwegs. Die Anforderungen an das neue Fahrzeug waren entsprechend hoch.

Seit 119 Jahren gibt es die Kalkfabrik Netstal schon. Sie ist auch heute noch inhabergeführt, mittlerweile in der fünften Generation. Sie hat zwei Standbeine. Einerseits produziert sie verschiedenste Kalkprodukte für die Bereiche Chemie/Kunststoff, Lebensmittel/Pharma, Industrie/Bau, Landwirtschaft/Umwelt und Life Science, andererseits Kalksteinschotter, Sand, Splitt, Betonkies, Bergschotter, Kiessand, Sickerschotter, Steinkorbsteine, Kiesgemisch oder Bruchsteine. Die Reinheit des Gesteins in Netstal ist einzigartig, weshalb das Unternehmen mit gut 50 Vollzeitstellen nicht nur schweizweit, sondern global seine Produkte verkauft.

Für das zweite Standbein, also vorwiegend Kiesmaterial in allen Formen, hat die Kalkfabrik einen neuen Lastwagen gekauft. Die Wahl fiel auf einen MAN TGS 44.500 10×4-6 BLL. «Es waren verschiedene Gründe, die den Ausschlag gaben», erklärt Stefan Walser, Leiter Verkauf Kiesprodukte der Kalkfabrik Netstal. Eine Vorgabe sei die Nutzlast von 25 Tonnen gewesen. Neben der Robustheit hätten auch wirtschaftliche Gründe für den MAN gesprochen. Der Preis sei interessant gewesen, der Verbrauch des modernen Fahrzeugs ebenfalls. Auch der Wartungsvertrag und die Verfügbarkeit des Service-Partners hätten sie positiv bewertet. Und: «Nicht zuletzt wurden wir vom MAN-Verkaufsberater Reto Gmür sehr gut beraten», fügt Walser an. «Er versteht unser Geschäft und die damit verbundenen Anforderungen.»

Chauffeur hat getestet

Mit dem neuen MAN verfügt die Kalk­fabrik nun über zwei eigene Lastwagen. «Viele Transporte wurden bisher von Fremdfahrern ausgeführt», sagt Oliver Rohner, Leiter Marketing – Vertrieb bei der Kalkfabrik Netstal. «Wir wollen vermehrt Transporte auch selber durchführen.» Das neue Fahrzeug ist damit nicht nur auf dem Areal der Kalkfabrik unterwegs, sondern in der ganzen Schweiz. Hauptsächlich ist es loses Kiesmaterial in allen Formen, das transportiert wird – zum Beispiel Schotter, Belag, Asphalt, Betonabbruchmaterial sowie Aushub. Oder natürlich der hochwertige geschlammte Kalksteinschotter KFN Netstaler. Dieser wird nämlich schon seit vielen Jahren in der ganzen Schweiz eingesetzt, für Wanderwege, Wald- und Flurwege sowie für Güterstrassen, natürliche Strassenbankette und als Naturbelag für Parkplätze.

Dies bedeutet auch, dass der Chauffeur viele Stunden und Kilometer im Lastwagen verbringt. «Wir haben deshalb unseren Chauffeur Patrick Landolt in den Typenentscheid miteinbezogen», sagt Oliver Rohner. «Es ist schliesslich sein Arbeitsplatz, seine Meinung war uns wichtig.» Und Landolt war nach genauer Prüfung überzeugt davon, dass der MAN mit dem mittellangen Fahrerhaus und der MAN TipMatic Offroad, ein automatisiertes Schaltgetriebe mit Schaukelmodus, ein guter Arbeitsplatz ist. Für die steinige Ladung wurde das Fahrzeug übrigens von mbk Fahrzeugbau AG, Werdenberg, mit dem Aufbau Moser Rockbox RS mit 17,6 m3 Kapazität versehen. Das Volumen wurde für dieses Fahrzeug erhöht, ist also keine Standardausführung.

Wie Stefan Walser verrät, könnte der MAN bald einen Kollegen von der gleichen Marke erhalten. «Wir planen, in nächster Zeit den älteren Lastwagen zu ersetzen», sagt er. Und fügt an: «Dafür haben wir ebenfalls einen MAN im Fokus.» (Daniel von Känel)

Verstärkte MAN-Servicepräsenz im Wallis

Die Garage B. Studer AG ist neuer Servicepartner von MAN Truck & Bus Schweiz AG im Oberwallis. Am 5./6. April 2019 wurde der im letzten Herbst bezogene Neubau in Raron offiziell eingeweiht.

Auf grüner Wiese in der Industriezone Basper in Raron wurde er erstellt, der grosse Neubau der Garage B. Studer AG. Modern und zweckmässig ist nicht nur die Aussenhülle, sondern auch die Inneneinrichtung. Die drei topausgestatteten Werkstattbahnen, die moderne Prüfbahn und die grosszügige Waschanlage stellen das Werkstatt-Grundlayout dar, darum herum sind grosse Lagerflächen für Ersatzteile und Zubehör sowie Büroräume angeordnet. Beste Voraussetzungen also für hochstehende Werkstattdienstleistungen, welche die Garage B. Studer AG als neuer Servicepartner von MAN Truck & Bus Schweiz AG seit Frühjahr 2018 erbringt. Die Dienstleistungspalette reicht von klassischen Servicearbeiten über Bereitstellungen für MFK-Prüfungen bis hin zu grösseren Reparaturen.

Im Verkauf ist die Garage B. Studer AG für MAN nicht tätig, dieser wird weiterhin über die ABAG Nutzfahrzeuge AG in Belp abgedeckt. „Wir bauen für MAN jetzt erst einmal unsere Servicekompetenz aus“, sagt Bruno Studer. Die Firma wurde 2006 von ihm gegründet und beschäftigt heute zehn Mitarbeiter, davon zwei Lehrlinge.

Firmengründer und Chef Bruno Studer mit Gattin Michaela vor einem Kundenfahrzeug.
Auch Tochter Natascha Studer arbeitet im Betrieb mit. Sie betreut den Empfangs- und Administrationsbereich.
Der neue Betriebsstandort in Raron beinhaltet nicht nur eine moderne und zweckmässige Gebäudeinfrastruktur, sondern auch grosszügige Ausssenflächen.
Auf dem modernen Bremsenprüfstand lassen sich auch lange Anhänger und Sattelzüge problemlos testen.
Zahlreiche Besucher waren anlässlich der Eröffnungsausstellung vom 5./6. April 2019 anzutreffen und wurden in der neuen Werkstatt grosszügig verköstigt.
Ausstellungshighlight: Das Lastwagenkran-Flaggschiff der Firma Hubag aus Turtmann, ein MAN TGS 45.500 10×8-10 BL mit Palfinger-Kran PK 165.002.

Erster vollelektrischer 40-Tonnen Sattelschlepper ausgeliefert

Vom Erfinder des Dieselmotors zum Wegbereiter für die Transportwelt von morgen. MAN setzt seine Tradition als Impulsgeber zuverlässig fort: Direkt in Richtung Zukunft.

Der Güterverkehr befindet sich im rasanten Wandel. Es werden diverse Antriebskonzepte entwickelt, welche auch zum Teil schon auf dem Markt verfügbar sind. Aktuell sicher, wohin die Reise geht, ist man allerdings nicht. Knapper werdende Ressourcen und steigende Rohstoffpreise sind einige der immer aktueller werdenden Themen. Ebenso die immer strengeren gesetzlichen Auflagen für Emissionen und Umweltschutz.

Zusammen mit der Hugelshofer Gruppe mit Sitz im thurgauischen Frauenfeld hat MAN Truck & Bus Schweiz AG einen vollelektrischen 40-Tonnen Sattelschlepper entwickelt. Ziel ist eine 100% CO2 neutrale Belieferung der Kunden um mit einer nachhaltigen und ökologischen Firmenstrategie in die Zukunft zu gehen. Ein weiterer Vorteil ist die geringere Lärmbelastung, da die Fahrzeuge sehr leise unterwegs sind, gerade bei nächtlichen Touren. Die Güter- und Kundenstruktur der Hugelshofer Gruppe stellt genau diese Anforderungen. Zudem kann das Fahrzeug tagsüber mit Solarstrom aus eigener Produktion wieder aufgeladen werden.

Ab sofort auf Schweizer Strassen unterwegs

Der Sattelschlepper, ein MAN TGX 18.360 4×2 LLS mit einem XLX Fahrerhaus, Aeropaket und einem Radstand von 3900 mm, wurde durch die Firma Emoss B.V. mit einem Elektroantrieb umgerüstet. Er verfügt über ein maximal zulässiges Gesamtgewicht von 44 Tonnen und wird von einem bürstenlosen, permanenterregten und wassergekühlten Elektromotor angetrieben, geregelt über einen Vollautomaten mit sechs Fahrstufen und integriertem Retarder. Bei verfügbaren Leistungsvarianten von 250 bis 350 kW und mit einem maximalen Drehmoment von 2700 bis 3500 Nm sind je nach Topographie Reichweiten von 150 bis 200 km ohne Zwischenladung möglich. Die Ladung erfolgt über eine CCS-Ladedose für DC-Schnellladung bis 150 kW Ladeleistung an einer externen Schnellladesäule. Zusätzlich kann der Sattelschlepper mittels einer Typ 2-Ladedose für bis zu 44 kW AC Ladeleistung mit Hilfe eines Onbard-Ladegeräts zum Anschluss eines Ladekabels an einer handelsüblichen CEE-Industriesteckdose geladen werden. Die elektrische Rekuperation ist elektronisch geregelt und ins Bremsenmanagement integriert sowie abschaltbar (Segelmodus). Durch die schmale Ausführung der Traktionsbatterie wird der Anbau von Seitenschürzen oder eine Gesamtbreite von 2.30 m (Schweizer Breite) ermöglicht.

Zukunft jetzt – für den städtischen Verteilerverkehr

Mit dem MAN eTGM und dem eTGE sind bereits zwei vollelektrische Fahrzeuge im Praxiseinsatz zu sehen.

Der eTGE, der Van unter den Trucks, ist bereits in Serienproduktion verfügbar. Hier vereint sich modernste Fahrtechnik mit bereits bewährten Elektrokomponenten zu einer durchdachten eMobility-Lösung im Transportersegment. Dank kurzer Ladezeiten, einer zuverlässigen Reichweite von bis zu 173 km und hoher Wartungsfreundlichkeit ist er für die täglichen Herausforderungen in der Logistikbranche bestens gerüstet.

Bereits seit Ende 2018 sind neun MAN eTrucks in österreichischen Ballungszentren im Praxistest unterwegs. Der MAN eTGM erfüllt alle wesentlichen Forderungen an den innerstädtischen Lieferverkehr der Zukunft. Er verfügt über die gleiche Nutzlast wie die Modelle mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren und überzeugt flüsterleise und emmissionsfrei mit seiner Performance. Neben dem elektrischen Antrieb werden auch Nebenaggregate wie Servolenkung, Luftkompressor und Klimaanlage elektrisch betrieben. Das ermöglicht eine bedarfsabhängige und energiesparende Steuerung. In Schubphasen wird zudem die Bewegungsenergie des Fahrzeugs während der Fahrt in elektrische Energie umgewandelt und damit wieder dem Batteriespeicher zurückgeführt.

Der CitE war eine Sensation an der IAA 2018 und wird ebenfalls bald Wirklichkeit werden. Und auch im Personentransport bietet MAN mit dem Lion’s City eine vollelektrische Variante eines Linienbusses, der voll überzeugt.

Bildergalerie: Feierliche Übergabe des eTrucks an die Hugelshofer Gruppe.